Ausgenutzt? Benutzt? Frauen und Männer sind doch nicht so unterschiedlich...

Das Wochenende war interessant. Ich hatte am Freitag und Montag noch Urlaub deshalb kann ich jetzt erst meine Gedanken verewigen. Ich habe sie getroffen. Doch es war nicht so wie ich erwartet hatte. Sie war kühl. Seltsam. Die ausdruckslose leere. Ja wir hatten was miteinander. Ich wurde regelrecht überfallen von ihr. Wer würde da schon nein sagen. Aber es war. Emotionslos. Kein Kribbeln. Nichts. Nur zwei nackte Körper die sich gegenseitig, in schweiß gebadet, ineinander schlingen. Ein Danke und das war es. Noch 1-2 Zeilen am Tag danach per Chat auf dem Handy und nichts. Ok, sorry auch Männer haben Gefühle. Habt ihr Frauen noch nicht gewusst? Es mag selten sein doch es kommt vor…

 

Wir lassen uns einfach dahintreiben ohne an die Konsequenzen zu denken. Es ist schwer abzusehen welch Weg noch kommt. Man weiß nur welcher hinter einem Liegt. Unsere Zukunft spiegelt sich in der Vergangenheit die wir erlebt haben. Unsere Entscheidungen, unser Denken und Handeln bestimmen unseren Weg. Oft ist es so dass wir nicht wissen ob uns der nächste Stein trägt oder wir im Sumpf versinken. Meist haben wir Eckpfeiler die uns Stützen. Doch nicht immer. Dieses Hirnlose Gebrabbel klingt so geschwollen das sich meine Galle rührt. Es steckt aber immer ein funke Wahrheit dahinter in den wir uns alle wiederfinden können.

 

Der Rest des Wochenendes verlief unspektakulär. Der Freitagabend war noch sehr unterhaltsam. Weihnachtsfeier. Eins muss man lassen. Mein Arbeitgeber scheut hier keine Mühen und Kosten um einen schönen Abend zu gestalten. Doch das schönste. Sie war da. Eine total liebe Arbeitskollegin. Leider ist sie sehr naiv und lässt sich von ihrem Freund auf der Nase rumtanzen. Betrügen, Belügen und streiten stehen hier auf dem Tagesplan. Sie ist so bescheuert das Ganze auch noch mitzumachen. Ich urteile nicht über sie. Ich stütze sie wo ich kann und versuche ihr so viele Ratschläge wie nötig und möglich zu geben. Sie hätte besseres verdient. Wo die Liebe hinfällt. Ihre „große“ liebe fällt regelmäßig in andere Betten und Frauen. Der alte hässliche Frauenheld. Sieht aus als wäre er eine Kreuzung aus einem Unförmigen Stein und einem Boxer. Nicht die Hunderasse. Ich urteile nicht, ich analysiere nur die Tatsachen und gebe sie wieder. Die kleine sollte sich mal einen echten Mann angeln. Keine Kinder…

 

Die Jungend heutzutage lebt sehr unbeschwert. Digitale Medien öffnen die Tore zu jeglichem Privaten und Intimen Bereich. Warum macht man das? Es ist schlichtweg die Aufmerksamkeit. Desto mehr „Likes“ ich bekomme desto toller bin ich. Bullshit. Gemessen an dem Schwachsinn was in solchen Medien alles hochkommt, verdummt die Bevölkerung noch schneller als ich vermutet hatte. Das Beste daran. Die meisten bekommen sogar noch einen Bachelor gratis oben drauf. Wir leben in einer Scheingesellschaft. Schein ist mehr als sein.

 

Am Montag war ich Weihnachtsgeschenke einkaufen. War sehr interessant so an den Läden vorbei schlendern und hübsche Frauen beobachten. Danach habe ich mich mit einer etwas älteren Frau getroffen. Nicht im Sinne von alte Dame, eine hübsche ältere. So 18 Jahre trennen uns. Doch sie ist echt noch sehr heiß, wenn ich das so sagen darf. Es ging auch sehr zur Sache und sie ist wahnsinnig interessant. Wir haben uns lang unterhalten und es hat sehr viel Spaß gemacht mit ihr. Doch…2-3 Zeilen sonst nichts mehr seitdem. Irgendwie. Traurig. Also zu schlecht im Bett sollte ich nicht gewesen sein. Dazu habe ich zu viele Erfahrungen gemacht. Das würde ich nicht als Grund anführen. Wenn doch? Dann ist es eben so. Doch wenn eine Frau zuckt und wie eine irre aufschreit deute ich das als kein schlechtes Zeichen. Außer sie hat schmerzen, die sie eindeutig nicht hatte. Wie dem auch sei. Weiter dreht sie die Welt. Jeder Tag scheint wieder ohne einen Lichtblick und in der Kälte laufe ich zur Arbeit. Ich blicke nicht nach vorne oder nach unten. Mein Blick ist leer. Ohne Gedanken laufe ich weiter, beachte niemanden um mich herum. Ziehe an meiner Zigarette…

 

Wenn wir uns vorstellen. Wir wären alleine auf diesem Planeten. Ich denke das Leben wäre für 1 Woche ganz interessant. Danach beginnt die Suizidgefährdung. Warum? Wir Menschen brauchen Kontakt. Ganz besonders die von heute. Jeder erzählt von seinen Probleme und die sind immer wichtiger als alles andere. Ich glaube manchmal bin ich der einzige Mensch der zuhört. Sobald ich etwas erzählen wollen würde, schalten die Menschen mir gegenüber das Hirn aus. Niemanden interessiert es. Bin ich derartig langweilig oder sitzen mir gegenüber nur Selbstverliebte Menschen. Schwierig zu beurteilen. Aber nach der Anzahl der „Wie geht’s dir?“ Fragen zu Urteilen würde ich eher auf die zweite Möglichkeit tippen. Nicht alle. Der Großteil aber. Es ist schwer immer nur der „gute Freund“ zu sein. Ich werde meiner Kollegin noch eine Zusatzseite widmen. Sie hat es verdient…

15.12.15 15:32, kommentieren

Der Tag zuvor

Morgen ist es soweit. Morgen treffe ich sie. Ich bin schon heute aufgeregt und mein Bauch macht Luftsprünge. Kennt ihr das Gefühl? Der ganze Bauch fühlt sich wie betäubt an, als hätte man eine Spritze wie beim Zahnarzt bekommen. Nicht komplett betäubt. Dieses Gefühl stößt manchmal Richtung Herz und lässt es schneller schlagen und gibt einem ein aufregendes Gefühl. Wie ein Adrenalin-Schub in einer brenzligen Situation.

 

Heute früh habe ich keine hübschen Frauen beobachtet. Ich war für mich ganz allein. In mich verzogen und ohne Gedanken. Kennt ihr das. Ferngesteuert einfach auf ein Ziel zulaufen. Nicht registrieren was um einen rum passiert? Diese Tage gibt es zu genüge. Wo man einfach nicht weis was man an diesem Tag getan hat. Man verliert das Zeitgefühl und das Gefühl dafür dass man an diesem Tag gelebt hat. Ich versuche meine Tage so zu gestalten dass sie eigentlich nicht langweilig sind. Doch Teilweise gibt es Wochen die sich komplett so gestalten. Traurig wenn man angesichts der beschränkten Zeit die man auf Erden hat nicht die Möglichkeit hat daraus mehr zu machen…

 

Mein letztes Hemd kann gerne jeder haben. Ich gebe es für jeden, von dem ich denke dass er es verdient hat. Eine Kollegin will heute Mittag mit mir spazieren gehen. Sie hat mit ihrem Freund Probleme. Das geht schon ein Jahr so. Er hat sie zweimal betrogen und zugegeben. Ich glaube er macht es weiterhin aber ich kenne ihn nicht darum Urteile ich nicht. Meine Meinung hierzu ist ihr bekannt doch sie läuft ihm wie ein Schoßhündchen hinterher. Liebe hin oder her aber sich immer wieder Streiten. Dazu muss man sagen es gibt Streit und Streit. Streit über belanglose dinge die oft im Bett enden oder Streit um grundlegende Beziehungsprobleme. Zweites wenn zu häufig auftritt sollte man sich Gedanken machen. Das trifft auf sie zu. Sie kapiert es einfach nicht und gibt ihm immer wieder Chancen. Vorher heult sie sich bei mir aus. Ich bin ein Ruhepol. Durch meine Erfahrungen kann ich ihr Tipps geben oder sie beruhigen. Das ist ihr wohl wichtig. Wie dem auch sei. Gleich ist Mittag und ich bereite meine Ohren auf ihre Stimme und viele Wörter vor.

 

Uns geht es oft zu gut. Wir haben Luxusprobleme. Uns fehlt es an nichts. Nichts Essenzielles zum Überleben. Wir können unser Leben selber gestalten. Wir haben die Wahl: Welcher Job, welcher Wohnort, was wir essen wollen, was wir trinken wollen. Dieses Recht haben wir. Rechte geben uns die Möglichkeiten uns selbst zu verwirklichen. Wenn wir diese nutzen können wir das erreichen was wir wollen. Nur wenigen Einzelschicksalen ist dies verwehrt. Wir können fast alles tun. Wir sind zwar eingeschränkt doch finde ich nicht so dass man seinen Weg, den man sich vorgenommen hat, nicht gehen kann. Man kann im Bett landen mit wem man will. Es ist ein „freies“ Land und wir sind nur am meckern. Oftmals keine belanglosen Themen, das gebe ich zu. Doch es wird viel zu viel Zeit durch belangloses verschwendet. Es kommen nur Worte, keine Taten. Doch Taten sind es die man in den Geschichtsbüchern liest, an die man sich erinnert. Ich rede nicht nur. Ich mache. Das ist ein Grundsatz meiner Philosophie. Genauso wie: Ich gebe kein Versprechen das ich nicht halten kann. Das ist mein Weg. Ich zweifle zwar an meinem jetzigen sein doch in meinen Taten zweifle ich nicht.  Ich möchte so leben können das ich am Sterbebett sagen kann: „Ich bereue nichts!“

 

Ich bin so gespannt. Je mehr ich mit ihr schreibe desto interessanter finde ich sie. Das ist wahnsinnig aber so aufregend. Es ist wie das erste Mal. Man möchte unbedingt und wenn es gut war macht es süchtig und man will immer mehr. So ist sie…sie macht mich süchtig. Nach ihr…schon mit ihren Texten. Doch ich weis das oft nicht das dahinter Steckt was man sich erhofft. Darum versuche ich mich zu beruhigen und abzuwarten. Der Tag geht langsam dem Feierabend entgegen. Heute werde ich nicht gut schlafen können. Mein Herz pocht bei jeder Zeile die von ihr kommt. Mein Kopf kann fast nur an sie denken. Ich lenke mich ab mit Arbeit. Es geht eine Weile aber dann kommt wieder eine Nachricht und der Gedanke dass ich sie morgen endlich kennenlerne schlägt ein wie eine Bombe….

 

10.12.15 14:50, kommentieren